Gesundheit

Der Alpenhütehund ist von seiner Gestalt her kein  auffallender Hund.

Merkmale, die bei anderen Rassen grundwichtig sind,  jedoch den Hund krankheitsanfälliger machen, wie z.B. zu kurze  Beine, zu langer Rücken, eingedrückter Fang, sehr großer bzw sehr kleiner Wuchs,zu  wenig bzw sehr viel und pflegeintensives Fell, lange Ohren, schwerer  Körperbau, etc. all das gibt es beim Alpenhütehund nicht.

Deshalb ist er allein schon von seiner Größe und  Gestalt weitaus weniger krankheitsanfällig als andere Rassen. 

Das Fell, egal ob Lang- oder Kurzstockhaar ist  pflegeleicht, einmal alle zwei Wochen gründlich durchbürsten (das  dauert zehn Minuten maximal) reicht völlig aus. Der Hund verfilzt ja  nicht. Ist der Hund naß und dreckig, läßt man ihn auf einer alten  Decke, etc trocknen (dauert etwa 15 Minuten ), dann fällt der ganze  Schmutz ab. Alpenhütehunde trocknen in der Regel schneller als  viele Hunde anderer Rassen.

Ein weiteres Indiz für eine gesunde Rasse sind  gesunde alte Hunde.

 Ein Alpenhütehund mit zehn Jahren sollte  genau so fit sein wie ein fünfjähriger Alpie. Erst mit etwa zwölf  Jahren fängt der Hund an deutlich ein Senior zu werden. Das heißt  aber nicht, dass er dann lahm und pflegebedürftig wird. Er wird  etwas ruhiger und man sollte zur jährlichen Altersvorsorge zum  Tierarzt gehen.  Ich halte es übrigens für besonders  sinnvoll , alte gesunde Rassevertreter auf Ausstellungen und Veranstaltungen zu zeigen. Diese sind doch das wahre Signal, wie gesund eine Rasse wirklich  noch ist, oder ??

 Zuchtziel sollte immer auch ein langes, gesundes  Leben sein. Ist ein Alpenhütehund bei guter Gesundheit 15 Jahre alt  geworden, so ist  auch das ein Erreichen des Zuchtzieles.!

(Hündin untenSionakopf2 ist 16 1/2 Jahre alt)

Nun können bei Hütehunden einige Erbkrankheiten auftreten.  Dies sollte jeder registrieren und ernst nehmen. Bei unserer  Rasse ist das

die Hüftgelenksdysplasie, kurz HD,

die  Patellaluxation, kurz PL (die Kniescheibe sitzt nicht da, wo sie  soll),

einige erbliche Augenkrankheiten und

der MDR-1-Defekt.         

 Alle Zuchthunde werden vor  einem Zuchteinsatz auf die oben genannten  genetisch vererbbaren Krankheiten hin  untersucht. Bitte hierzu auch die  Ausführungen  in der Zuchtordnung,  §3 lesen. 

Ein großer Anteil Alpenhütehunde reagiert  empfindlich auf verschiedene Entwurmungsmittel  und  Antiparasitika  (Erbrechen / Durchfall / Krämpfe). Dies hängt  nicht mit dem MDR1-Defekt zusammen .

Ich persönlich empfehle jedenfalls, den Alpie nicht  einfach so routinemässig zu entwurmen, sondern lieber vorher eine  Kotprobe untersuchen zu lassen.  Entwurmungsmittel töten vorhandene Würmer ab, sind aber kein Mittel zur Vorbeugung gegen Würmer. Übrigens ist es die absolute Ausnahme, wenn ein erwachsener Alpenhütehund tatsächlich deutlich mit Würmern befallen ist.

Meine persönliche Feststellung : je mehr  “prophylaktisch” (vorsorglich) am Alpenhütehund herumgedoktert wird, um so anfälliger wird der  Hund. Eine interessante und provokante Beobachtung, aber vielleicht  sollte man darüber nachdenken ??

Was das Futter betrifft, ist der Alpie anspruchslos.  Achten sollte man schon beim Junghund ab sechs Monaten auf nicht  zuviel  Eiweiss (Rohprotein) im Futter, das verursacht oft  Magenübersäuerung.(Magengrummeln, Gras fressen, Erbrechen von gelber  Galle). Das gleiche kann passieren , wenn der Alpie bei  Trockenfutterfütterung zu wenig trinkt . Zu empfehlen ist die Rohfütterung (“barfen”). Eine extra Seite über die Ernährung befindet sich hier.

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